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  PRESSERKLÄRUNG "LINDA- Freundeskreis" (02.03.2010)
  Pressestimmen zum Thema "rettet Linda"
 

Rettet die LINDA

Seit 1974 gibt es die Kartoffelsorte LINDA, die Königin der deutschen Kartoffel. Ab dem 01.01.2005 wird sie nicht mehr in der Bundessortenliste geführt. Fa. Böhm / Europlant hat für die LINDA, für die sie den Sortenschutz bis 31.12.2004 hatte, kurz vorher die Zulassung (die bis 2009 lief) zurückgenommen. Da nur der Sortenschutzinhaber in der Sortenschutzzeit die Zulassung verlängern kann oder jederzeit die Zulassung zurückziehen darf, konnte durch diesen Trick die Zulassung nicht rechtzeitig vor dem 01.01.2005 von jemand anderem wieder beantragt werden. Fa. Böhm / Europlant hat kein Interesse mehr an der LINDA, da sie ihre Neuzüchtungen mit Lizenzgebühren auf dem Markt vertreiben möchten. Da steht LINDA in eigener Konkurrenz.

Vom Biolandhof Ellenberg haben wir für den Lindafreundeskreis einen Antrag auf Wiederzulassung der Kartoffelsorte LINDA beim Bundessortenamt gestellt und hoffen auf eine Genehmigung. Dort gibt es aber nur Antragsformulare für Neuzulassungen, wonach die LINDA neu geprüft werden soll. Dieses kostet Zeit und Geld, was unsinnig ist, denn die beste Prüfung war der 30 - jährige Anbau mit steigendem Verbrauch.

Nach unserem Antrag beim Bundessortenamt die Auslaufzeit der Linda, die bis zum 30.06.2005 lief, weiter zu verlängern, hat das Bundessortenamt am 09.05.2005 die Auslaufzeit bis zum 30.06.2007 verlängert. Das berechtigt die Linda Kartoffeln im Jahr 2005 und 2006 als Pflanzgut zu produzieren und nach einer positiven Anerkennung als Pflanzkartoffeln zu verkaufen. Ein jedermann kann dies tun, so haben wir es auch gemacht, da die Linda Kartoffel jetzt keinen Sortenschutz mehr hat.

Auch Europlant hat LINDA zur Pflanzgutanerkennung angemeldet. Gleichzeitig haben sie einen Widerspruch beim Bundessortenamt zur weiteren Verlängerung der Auslaufzeit eingereicht, welcher klar vom Bundessortenamt zurückgewiesen wurde.

Danach klagte Europlant beim Verwaltungsgericht Hannover mit einer Millionenklage gegen das Bundessortenamt. Das Verwaltungsgericht wies diese Klage am 25.08.2005 zurück, welches ein weiterer Etappensieg für LINDA ist.

Gegen die mit uns kooperierenden Bauern, die LINDA-Pflanzkartoffeln anbauen, wurde von Europlant beim Schiedsgericht für Saatgut und Sortenschutzstreitigkeiten bei der LWK Hannover Klage erhoben. Dieses Schiedsgericht entschied am 27.07.2005 das die drei Bauern die Linda-Pflanzkartoffeln nur unter Kontrolle eines Sachverständigen roden und einlagern dürfen. Nicht eine Knolle dürfe gegessen oder als Pflanzkartoffel in den Handel gebracht werden, bis das Oberschiedsgericht in Celle im Oktober genau entscheidet. Hier werden elementare Grundsätze am geistigen Eigentum für die Allgemeinheit in Frage gestellt.

Mittlerweile sind die Kartoffeln unter Kontrolle gerodet, eingelagert und in den Kartoffelscheunen verplombt worden. Am 30.09.2005 fand in Celle beim Oberlandesgericht eine Gerichtsverhandlung statt. Dort wurden von den Richtern zunächst die rechtlichen Streitpunkte abgewogen. Besonders problematisiert wurde auch die Frage, ob das Schiedsgericht der Landwirtschaftskammer Hannover überhaupt die Beschlagnahme der LINDA Kartoffeln der drei Linda-Vermehrern hätte beschließen dürfen. Zum Abschluss wurde ein möglicher Vergleich angesprochen. Die Parteien mögen bis zum 04.11.05 einen Vergleichsvorschlag dem Richter anbieten. Falls dies nicht passiert, wird das Gericht das Verfahren fortsetzen und eine Entscheidung am 01.12.05 verkünden.

Am 14.11.05 schlossen die Linda Bauern und Europlant nach Fristverlängerung einen Vergleich und teilten es dem Oberlandrgericht in Celle mit folgenden Kernpunkten mit:

  • Die Beschlagnahme wird aufgehoben.
  • Die Aufbereitung der Kartoffeln findet auf den Höfen der Bauern statt.
  • Die Landwirte übergeben die streitigen Kartoffeln an Europlant, nachdem Europlant zugesagt hat, diese als Pflanzkartoffeln 2006 in Deutschland zu vermarkten und zu marktüblichen Preisen zu verkaufen. Europlant nutzt somit die vom Bundessortenamt festgesetzte verlängerte Auslauffrist bis 2007.


Im Frühjahr 2006 konnten die Landwirte Linda Pflanzkartoffeln kaufen und auf den Feldern pflanzen. Diese werden von August bis Oktober geerntet und als Speisekartoffeln verkauft.
Im Jahr 2006 wurde Linda bei der Pflanzkartoffelanerkennung angemeldet und bei guter Pflanzgutqualität kann Linda als Pflanzkartoffel für das Jahr 2007 verkauft werden.

Dieses ist ein weiterer Etappensieg der Linda Kartoffel und ist dem Freundeskreis Rettet Linda und ihren Freunden zu verdanken. Somit bleibt Linda erstmal 2 Jahre auf dem Markt und wir können uns auf die Neuanmeldung beim Bundessortenamt konzentrieren. Der Rettet Linda Kampf geht also weiter.

Beim Bundessortenamt wird die Linda auf Grund unseres Antrages auf Neuzulassung geprüft. An vielen Standorten wurde sie 2006 und 2007 geprüft. Im Jahr 2008 findet noch eine Identitätsprüfung statt, wonach im Herbst 2008 mit einem Bescheid über die Zulassung oder Nichtzulassung zu rechnen ist. Dieses Prüfverfahren wird bei allen neuen Sorten angewendet und bei guten Prüfergebnissen werden diese Sorten neu zugelassen.
Leider hat uns das Bundessortenamt in Hannover auch Ende 2008 keine Entscheidung mitgeteilt, ob Linda eine Neuzulassung erhält. Im Prüfstandort des Bundessortenamtes in Magdeburg wurden bei den Lindapflanzen zuviele Virosen festgestellt (14 von 66 waren betroffen) und dies entspricht nicht den Prüfvorraussetzungen. Amtliche Bescheinigungen von anderen Prüfstellen, dass die von uns gelieferten Lindakartoffeln gesund waren, wurden nicht berücksichtigt.

Linda wird also auch im Jahr 2009 weiter geprüft werden und es wäre möglich, dass im Herbst 2009 eine positive Entscheidung getroffen wird.

Linda ist die Kartoffel des Jahres 2007.
Am 18. April 2007 wurde die Kartoffelsorte Linda im Museumsdorf am Kiekeberg bei Hamburg von einer Jury aus mehreren Umweltorganisationen zur Kartoffel des Jahres 2007 gewählt. (siehe Pressetexte).

Linda hat es geschafft:

Ja, die Kartoffelsorte Linda hat eine neue Zulassung für Pflanzkartoffeln am 19.08.2009 in Großbritannien bekommen. Sie hat keinen Sortenschutz mehr und ist frei. Jeder darf sie jetzt mit einer Pflanzgutanerkennung als Pflanzkartoffeln innerhalb der EU verkaufen.

Die Arbeit des"Rettet Linda" Freundeskreises mit Verbrauchern, Bauern, Verbänden und vielen Vereinen, wie z.B. die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Slowfood, Bioland hat sich gelohnt.
Somit ist es möglich, auch andere Sorten zu retten, damit der Verbraucher selbst bestimmen kann, was er essen möchte.

Linda ist jetzt auch in Deutschland zugelassen.
Das Bundessortenamt in Hannover hat im Februar 2010 entschieden! Linda ist wieder zugelassen und wird in der deutschen Liste für Pflanzkartoffeln gelistet. Somit kann Linda als deutsche oder europäische Kartoffelsorte unbegrenzt als Pflanzkartoffel in den Handel gebracht werden.
Danke an alle Unterstützer!

Im April 2010 hat Linda auch die Zulassung in Tschechien bekommen.




Barum, Mai 2010


Was der Verbraucher tun kann:

  • Im Handel immer wieder nach LINDA fragen.
  • Wenden Sie sich an:

Bundesministerium für Verbraucherschutz,
Ernährung und Landwirtschaft
Wilhelmstr. 54
13593 Berlin
Tel. 030/ 20 06-0
FAX 030/ 20 06-4262

www.verbraucherministerium.de

Was der Landwirt tun kann:

  • Sich ausreichend mit LINDA - Pflanzgut eindecken, bei Bedarf können Sie sich bei uns melden (auch per E-mail)
  • Im Feldanbau auf bleibende Pflanzgutqualität achten

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