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Kilokalorien pro 100 Gramm enthalten die Kartoffeln und sind damit kalorienarm.
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Kartoffeln werden zu Unrecht als Dickmacher abgestempelt. Nicht die Kartoffel selbst ist das Problem, sondern fettreiche Zubereitungsarten wie Pommes frites, Chips oder Bratkartoffeln. Die Kartoffel in ihrer ursprünglichen Form ist ein äußerst nährstoffreiches Lebensmittel.

Mit lediglich 70 kcal pro 100 Gramm hat sie deutlich weniger Kalorien als Nudeln oder Reis. Sie liefert leicht verdauliche Kohlenhydrate, hochwertiges Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, bei einem verschwindend geringen Fettanteil. Rund 78 Prozent ihres Gewichts bestehen aus Wasser, was sie auch zu einem leichten Lebensmittel macht.

Mit zunehmender Reife steigt der Vitamin- und Nährstoffgehalt der Kartoffel, bei längerer Lagerung nimmt er langsam wieder ab. Schonende Garmethoden wie Kochen, Backen oder Grillen helfen dabei, Vitamine und Mineralstoffe bestmöglich zu erhalten.

Auch historisch hat die Kartoffel eine bedeutende Rolle gespielt. Sie ernährte ganze Bevölkerungen in Hungerzeiten und bewahrte viele Menschen dank ihres hohen Vitamin-C-Gehalts vor Skorbut, einer durch Vitamin-C-Mangel verursachten Erkrankung. Als Teil einer ausgewogenen und vielfältigen Ernährung ist die Kartoffel bis heute unverzichtbar.


Kartoffelsorten gibt es weltweit. In Deutschland sind ca. 210 Sorten zugelassen.
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Im Supermarkt finden sich meist nur drei bis vier Kartoffelsorten. Dabei ist die Vielfalt, die es tatsächlich gibt, kaum zu überblicken. Ältere Sorten tragen klangvolle Namen wie Angeliter Tannenzapfen, Ackersegen oder Blauer Schwede und kommen in Farben, die viele überraschen: blau, rosa, rot oder tiefviolett. In Peru, dem Ursprungsland der Kartoffel, ist das seit Jahrhunderten ganz alltäglich.

Viele dieser Sorten sind älter als ein Jahrhundert. In den vergangenen Jahrzehnten wurden sie jedoch zunehmend durch normierte Handelssorten vom Markt verdrängt. Heute kehrt die Vielfalt langsam zurück. Wir setzen uns für den Erhalt alter, schmackhafter Sorten ein und züchten neue Sorten, die für den ökologischen Landbau geeignet sind.


Zulassung und Erhaltungssorten


In Deutschland darf nach dem Saatgutverkehrsgesetz nur Pflanzgut zugelassener Sorten vermarktet werden. Die zugelassenen Sorten sind in der beschreibenden Sortenliste des Bundessortenamtes aufgeführt. Für eine Zulassung müssen Sorten auf Beständigkeit, Homogenität, Unterscheidbarkeit und landeskulturellem Wert geprüft werden.

Seit 2009 können auch sogenannte Erhaltungssorten zugelassen werden. Diese Regelung ermöglicht die Anerkennung alter Landsorten, die an ihre örtlichen Gegebenheiten angepasst sind und sonst vom Verschwinden bedroht wären. Wir haben folgende Sorten zur Zulassung angemeldet: Ackersegen, Bamberger Hörnla und Heideniere.

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Kilogramm pro Kopf werden durchschnittlich im Jahr verzehrt.
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Der Verbrauch der Kartoffel ist in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen, ebenso die Anbaufläche. Dabei ist sie eines der wertvollsten Nahrungsmittel überhaupt. Dank ihrer hohen Produktivität liefert sie pro Flächeneinheit ähnlich viel Eiweiß wie Getreide, bei gleichzeitig deutlich höherem Kohlenhydratgehalt.


Kartoffeln werden zu Unrecht als Dickmacher abgestempelt. Nicht die Kartoffel selbst ist das Problem, sondern fettreiche Zubereitungsarten wie Pommes frites, Chips oder Bratkartoffeln. Die Kartoffel in ihrer ursprünglichen Form ist ein äußerst nährstoffreiches Lebensmittel.

Mit lediglich 70 kcal pro 100 Gramm hat sie deutlich weniger Kalorien als Nudeln oder Reis. Sie liefert leicht verdauliche Kohlenhydrate, hochwertiges Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, bei einem verschwindend geringen Fettanteil. Rund 78 Prozent ihres Gewichts bestehen aus Wasser, was sie auch zu einem leichten Lebensmittel macht.

Mit zunehmender Reife steigt der Vitamin- und Nährstoffgehalt der Kartoffel, bei längerer Lagerung nimmt er langsam wieder ab. Schonende Garmethoden wie Kochen, Backen oder Grillen helfen dabei, Vitamine und Mineralstoffe bestmöglich zu erhalten.

Auch historisch hat die Kartoffel eine bedeutende Rolle gespielt. Sie ernährte ganze Bevölkerungen in Hungerzeiten und bewahrte viele Menschen dank ihres hohen Vitamin-C-Gehalts vor Skorbut, einer durch Vitamin-C-Mangel verursachten Erkrankung. Als Teil einer ausgewogenen und vielfältigen Ernährung ist die Kartoffel bis heute unverzichtbar.



Im Supermarkt finden sich meist nur drei bis vier Kartoffelsorten. Dabei ist die Vielfalt, die es tatsächlich gibt, kaum zu überblicken. Ältere Sorten tragen klangvolle Namen wie Angeliter Tannenzapfen, Ackersegen oder Blauer Schwede und kommen in Farben, die viele überraschen: blau, rosa, rot oder tiefviolett. In Peru, dem Ursprungsland der Kartoffel, ist das seit Jahrhunderten ganz alltäglich.

Viele dieser Sorten sind älter als ein Jahrhundert. In den vergangenen Jahrzehnten wurden sie jedoch zunehmend durch normierte Handelssorten vom Markt verdrängt. Heute kehrt die Vielfalt langsam zurück. Wir setzen uns für den Erhalt alter, schmackhafter Sorten ein und züchten neue Sorten, die für den ökologischen Landbau geeignet sind.


Zulassung und Erhaltungssorten


In Deutschland darf nach dem Saatgutverkehrsgesetz nur Pflanzgut zugelassener Sorten vermarktet werden. Die zugelassenen Sorten sind in der beschreibenden Sortenliste des Bundessortenamtes aufgeführt. Für eine Zulassung müssen Sorten auf Beständigkeit, Homogenität, Unterscheidbarkeit und landeskulturellem Wert geprüft werden.

Seit 2009 können auch sogenannte Erhaltungssorten zugelassen werden. Diese Regelung ermöglicht die Anerkennung alter Landsorten, die an ihre örtlichen Gegebenheiten angepasst sind und sonst vom Verschwinden bedroht wären. Wir haben folgende Sorten zur Zulassung angemeldet: Ackersegen, Bamberger Hörnla und Heideniere.


Der Verbrauch der Kartoffel ist in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen, ebenso die Anbaufläche. Dabei ist sie eines der wertvollsten Nahrungsmittel überhaupt. Dank ihrer hohen Produktivität liefert sie pro Flächeneinheit ähnlich viel Eiweiß wie Getreide, bei gleichzeitig deutlich höherem Kohlenhydratgehalt.

Warum ist die Vielfalt verschwunden?

Bereits vor einigen tausend Jahren züchteten die Ureinwohner Südamerikas aus hunderten von Wildsorten die ersten Speisekartoffeln. Sie bauten sie in den Anden an und entwickelten sie zur wichtigen Grundlage ihrer Ernährung. In den Bergen Perus, wo die Kartoffel bis heute „Papa" genannt wird, existieren noch immer viele Hof- und Familiensorten. Dem lokalen Bedarf und Klima angepasst, werden sie auf Märkten getauscht, vermarktet und verkostet. Eine Sortenvielfalt, die hierzulande kaum noch vorstellbar ist.

Die moderne Kartoffelzucht hat diese Vielfalt stark eingeschränkt. Für Zucht- und Handelsgesellschaften ist es wirtschaftlicher, mit wenigen Sorten zu arbeiten. Nur Massenertragssorten, die sich industriell gut verwerten lassen, haben sich am Markt durchgesetzt. Doch selbst die wachsende Nachfrage nach Stärke- und Pommes-Kartoffeln konnte den Rückgang beim Frischmarkt nicht ausgleichen. Die zunehmende Geschmackseinfalt vieler neuer Sorten trägt dazu bei, dass das Interesse der Verbraucher weiter nachlässt.

Viele alte Kartoffelsorten wurden unter Bedingungen gezüchtet, die dem heutigen ökologischen Landbau sehr ähneln. Ohne chemische Hilfsmittel mussten Züchter ihre Sorten an die jeweiligen Standortbedingungen anpassen, da das Saatgut überwiegend regional verwendet wurde. Wer einmal einen Angeliter Tannenzapfen oder eine alte Inkakartoffel probiert hat, versteht sofort, warum diese Sorten etwas Besonderes sind und warum es sich lohnt, sie zu erhalten.


Wir setzen uns für den Erhalt dieser Vielfalt ein, denn Geschmack braucht Auswahl.


Herkunft der Kartoffel

Die Inkas aus Südamerikas kultivierten die Kartoffel bereits seit tausenden von Jahren. Die Wildkartoffeln wuchsen bis zu 4000 Meter hoch in den Anden und konnten daher ohne Viren gedeihen. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde sie von spanischen Eroberern entdeckt und nach Spanien gebracht.

Zunächst hielten die Menschen die Kartoffel wegen ihrer hübschen lila Blüten als Zierpflanze in ihren Gärten. Auch als Heilmittel fand sie Verwendung. Als Nahrungsmittel war sie jedoch lange Zeit unbekannt.

Das änderte sich durch König Friedrich II. Nach einer großen Hungersnot verpflichtete er 1756 die Bauern zum Anbau der Kartoffel. Doch die Bauern begegneten der fremden Knolle mit Misstrauen. Friedrich II. bediente sich einer kleinen List: Er ließ die Kartoffelfelder von Soldaten bewachen. Was bewacht wird, muss wertvoll sein. Also schlichen sich die Bauern nachts auf die Felder und stahlen einige Kartoffeln. Langsam setzte sich der Anbau in Deutschland durch.

Als die Städte im 19. Jahrhundert stetig wuchsen, wurde die Kartoffel zu einem wichtigen Grundnahrungsmittel der Bevölkerung.


Beste Bio-Kartoffeln

Was macht unsere Kartoffeln so besonders?


Das Herzstück unseres Bioland-Hofes ist die bäuerliche Züchtung. Wir bauen unsere Kartoffeln selbst an, im Einklang mit der Natur und ohne den Fokus auf maximalen Ertrag. Das schmeckt man. Ob würzig, cremig, nussig, buttrig, speckig oder mit einem Hauch von Marzipan: Unsere Sorten überraschen mit einer Geschmacksvielfalt, die weit über das hinausgeht, was im Supermarkt zu finden ist. Dazu faszinieren sie in Farbe und Form.

Als Erzeuger bauen wir den Großteil unserer Kartoffeln selbst an und stehen in engem Kontakt mit anderen Erzeugern und Lieferanten, um eine gleichbleibend hohe Qualität sicherzustellen. Alle Bio-Speisekartoffeln werden von uns per Hand sortiert und verpackt. Unser Anbau wird regelmäßig von unabhängigen Kontrolleuren geprüft.

Wir gehen bewusst über die Anforderungen der EU-Öko-Verordnung hinaus und haben uns für den Bioland-Verband entschieden. Bioland steht neben der Erzeugung hochwertiger Lebensmittel auch für den Schutz der Artenvielfalt und der Umwelt. Werte, die wir teilen und täglich leben.

Unsere Kartoffeln sind ein Naturprodukt. Witterung und Saison beeinflussen Qualität und Geschmack, das gehört zur ehrlichen Landwirtschaft dazu. Sollten Sie einmal nicht zufrieden sein oder Fragen haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.


Bäuerliche Kartoffelzucht

Für unsere Züchtung kreuzen wir alte Kartoffelsorten, die sich im Bio-Anbau bewährt haben, mit Wildkartoffelarten und ausgewählten neueren Sorten. Die Kreuzung erfolgt von Hand während der Blütezeit, wie es in der Natur durch Bienen oder den Wind geschieht. Aus den bestäubten Blüten entstehen Beeren, in deren Kernen jeweils ein neuer Genotyp steckt: eine einzigartige genetische Kombination aus den Erbmerkmalen der Elternpflanzen. Die genaue Zusammensetzung folgt biologischen Gesetzen und wird von vielen Faktoren beeinflusst.

Aus vielen Tausend Sämlingen selektieren wir die vielversprechendsten Pflanzen und testen sie auf unseren ökologischen Feldern. Sie müssen sich im ökologischen Anbau bewähren und werden anschließend nach Wuchs, Form, Farbe und Geschmack weiter selektiert. Dabei legen wir besonderen Wert auf Sortenvielfalt. Vielversprechende Neuzüchtungen werden als Pflänzchen in einem speziell ausgestatteten Kühllabor gelagert, bei Bedarf vermehrt und ausgepflanzt. Dasselbe Verfahren wenden wir auch bei unseren alten Sorten an, um die Gesundheit und Reinheit des Zuchtstammes langfristig zu sichern.



" Die Natur ist nahezu perfekt und wunderschön, wir müssen sie nur richtig nutzen. "
Karsten Ellenberg

Unsere Genbank


Auf unserem Hof betreiben wir eine kleine Genbank, die einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Sortenvielfalt der Kartoffel als Kulturpflanze leistet. Hier sammeln und erhalten wir wertvolle Wildarten und alte Sorten. Auf dem Feld prüfen wir die Kartoffeln regelmäßig auf Sortenreinheit, Wuchseigenschaften und Qualität. Derzeit umfasst unsere Genbank über 100 Sorten, aus denen wir gezielt neue Züchtungen für den ökologischen Anbau entwickeln.

Die Lagerung und Vermehrung der Sorten erfolgt größtenteils nach der In-vitro-Methode. Dabei werden Pflänzchen unter sterilen Bedingungen auf einem speziellen Nährmedium kultiviert, frei von Krankheitserregern und Viren. Diese Methode ermöglicht es uns, den Gesundheitszustand und die genetische Reinheit unserer Sorten langfristig zu sichern.



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