Die Geschichte des Hofes

Ein Familienbetrieb aus Leidenschaft!

Karsten Ellenberg lebt seit seiner Geburt in dem kleinen Dorf Barum in der Lüneburger Heide. Sein Vater lehrte ihm bereits den Kartoffelanbau, doch nicht irgendwie, sondern vom Herzen aus und mit viel Leidenschaft. 1991 stellt er mit seiner Frau Petra den Hof auf den ökologischen Anbau um. Modern gezüchtete Sorten waren ihm zu langweilig und so fing er langsam selbst an schmackhafte Sorten zu züchten. Karsten träumt davon die regionale Kartoffel wieder zu etwas Besonderem zu machen. Er schaffte vor allem aus Wildkartoffeln eine Genusswelt, die bereits vergessen schien, denn die Kartoffel kann so viel mehr als nur eine einfache Beilage sein - sie ist so vielfältig.

Ein historischer Rückblick

  • 1599

    Gründung des Hofes


    Der Hof blickt auf eine Geschichte zurück, die bis ins späte 16. Jahrhundert reicht. Über die Generationen führt der Stammbaum von den Ursprungsfamilien Kummer und Schlüter bis in die Gegenwart.

    Gründung des Hofes

  • 1840

    Unabhängigkeit


    Hironimus Kaspar Schlüter hatte maßgeblichen Anteil daran, dass sich die Bauern in Barum von ihrem Gutsherrn freikaufen konnten. Das heutige Wohnhaus wurde 1840 fertiggestellt, die Scheune folgte zwei Jahrzehnte später. 1899 kam der Schweinestall hinzu.

    Unabhängigkeit

  • 1920

    Der Wiederaufbau


    Von 1900 bis 1920 war der Hof verpachtet. Danach heirateten Adele Schlüter und Johannes Evers und bauten den Betrieb gemeinsam wieder auf. Sie legten zunächst eine Obstplantage in der Nähe des Dorfes an, später kamen Getreide, Runkeln, Klee, Zuckerrüben und Kartoffeln hinzu. Dazu hielten sie Schweine, Kühe und Hühner.

    Der Wiederaufbau

  • 1945

    Von Generation zu Generation


    Nach dem Tod von Johannes Evers bewirtschaftete Adele den Hof alleine weiter. Günter Ellenberg, der zuvor seine Ausbildung auf einem anderen Hof absolviert hatte, kam als Verwalter zum Betrieb. 1958 heiratete er Ruth Evers, woraufhin Adele den Hof an die beiden übergab.

    Von Generation zu Generation

  • 1984

    Die Liebe zur Kartoffel


    Karsten Ellenberg lernte den Kartoffelanbau von seinem Vater Günter und erntete bereits als Kind seine ersten eigenen Kartoffeln im Garten. 1984 stieg er in den Betrieb ein. Zwei Jahre später verstarb sein Vater.

    Die Liebe zur Kartoffel

  • 1987

    Artgerechte Haltung


    Karsten gründete die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (ABL) in Niedersachsen mit und übernahm den Vorsitz bis Anfang 1989. In dieser Zeit begann er parallel mit einer kleinen Schweinemast und war an der Gründung von Neuland beteiligt, einem Verband für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung.

    Artgerechte Haltung

  • 1995

    Offen für Neues


    Karsten hatte Bedenken, zu abhängig von kommerziellen Züchtern zu werden. Also ließ er sich in der Genbank Gatersleben alte Kulturpflanzensorten zeigen. Die ersten zehn alten Kartoffelsorten, jeweils nur ein paar Knollen, kamen in die Erde. Die Nachbarn hielten ihn zunächst für verrückt. Doch die Vielfalt an Form, Farbe und Geschmack war überwältigend.

    Offen für Neues

  • 2004

    Linda - ein jahrelanger Sortenschutzstreit


    Die Kartoffelsorte Linda war über Jahrzehnte bei Landwirten und Verbrauchern gleichermaßen beliebt. Ende 2004 nahm das Zuchtunternehmen Europlant sie vom Markt, da nach 30 Jahren der Sortenschutz auslief und keine Lizenzeinnahmen mehr anfielen.
    Karsten Ellenberg beantragte daraufhin die Wiederzulassung. Er fand schnell Unterstützung, und der Freundeskreis „Rettet die Linda" wurde gegründet. Am 28. August 2009 erhielt Linda die Zulassung im Vereinigten Königreich und darf seitdem in allen EU-Ländern wieder angebaut werden.

    Linda - ein jahrelanger Sortenschutzstreit

  • 2011

    Ein Grund zum Feiern!


    Im Rahmen der Grünen Woche zeichnete Bundesministerin Ilse Aigner Karsten und Petra Ellenberg mit dem ökologischen Förderpreis des Landwirtschaftsministeriums aus. Der Preis würdigt besondere unternehmerische Leistungen sowie die Innovationskraft des Betriebes. Kurzfilm zur Preisverleihung

    Ein Grund zum Feiern!

  • 2018

    Die nächste Generation stärkt den Familienbetrieb


    Mit dem Einstieg ihrer Söhne Hannes und Julius ist nun auch die nächste Generation fest im Betrieb verwurzelt. Alle vier Familienmitglieder arbeiten gemeinsam an einem Ziel: den Hof mit Erfahrung, Verantwortung und frischen Impulsen in die Zukunft zu führen.

    Die nächste Generation stärkt den Familienbetrieb

  • 2018

    Ausgezeichnet!

    Eine unabhängige Jury wählte unsere Rote Emmalie zur Kartoffel des Jahres 2018. Die Auszeichnung wurde uns auf der Biofach in Nürnberg überreicht, der weltgrößten Messe für Naturkost und Naturwaren.

    Ausgezeichnet!

  • 2026

    35 Jahre Bioland


    1990 stellten wir unseren Betrieb auf die Bioland-Richtlinien um, ein Weg, der viel Geduld, Handarbeit und Überzeugung verlangte. Begonnen mit Getreideflächen, kamen später Kartoffeln und Gemüse hinzu. Schritt für Schritt entwickelte sich daraus unser heutiger Betriebsschwerpunkt, geprägt vom Blick auf Bodenfruchtbarkeit, Vielfalt und natürliche Kreisläufe.
    Heute blicken wir auf 35 Jahre Bioland-Mitgliedschaft zurück, für uns ein Zeichen für Kontinuität, Verantwortung und gelebte Bio-Überzeugung.
    Unsere 35-jährige Bioland-Geschichte

    35 Jahre Bioland

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