Hobbygärtner

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Anbau

Kreativ sein und ihre Familie mit Köstlichkeiten aus dem eigenen Garten verwöhnen, wer wünscht sich das nicht? Der Kartoffelanbau ist kinderleicht und die Erdäpfel gedeihen auf fast jedem Boden. Kartoffeln können auch problemos im Topf gepflanzt werden. So wird's was mit der tollen Knolle...

Anbau


Vorbereitung des Bodens

Die Kartoffeln lieben einen lockeren, abgetrockneten und warmen Boden, also einen Sandboden bis sandigen Lehmboden. Torfige Böden sind auch geeignet, wenn das Wasser absickern kann. Reine Lehmböden sind problematischer, können aber durch eine Herbstfurche oder durch umgraben im Herbst mit Hilfe der Frostgare kartoffeltauglich gemacht werden. Pflanzen Sie frühestens nach 4 Jahren auf dem selben Standort wieder Kartoffeln an, um bodenbürtigen Krankheiten vorzubeugen.


Düngung

Die Kartoffel ist ein Mittel- bis Starkzehrer. Sie braucht also einen nährstoffreichen Boden, reagiert aber empfindlich auf Überdüngung, welche die Krankheitsanfälligkeit, die Lagerung und den Geschmack beeinflusst. Arbeiten Sie Kompost oder Stallmist am besten im Jahr vorher oder stark verrottet im Frühjahr in den Boden ein. Eine Kalkung ist nicht zu empfehlen, denn die Kartoffeln lieben einen leicht sauren Boden. Säen Sie im Sommer oder im Herbst vorher eine Gründüngung in Form von Leguminosen (Stickstoffsammler) wie Klee, Bohnen, Erbsen, Wicken oder Lupinen, gemischt mit z.B. Ölrettich, auf der Fläche aus. Sie frieren dann im Winter ab und können im Frühjahr in den Boden eingearbeitet werden. Sie reichern den Boden mit Stickstoff an, transportieren aus unteren Bodenschichten Nährstoffe nach oben und sorgen für einen lockeren, erosionsgeschützten Boden.


Vorkeimung

Keimen Sie die Pflanzkartoffeln ca. 4 Wochen vor dem Pflanzen vor. Dadurch erhalten die Kartoffeln einen Vegetationsvorsprung von ca. 2 Wochen und haben somit beim Einsetzen der Krautfäule bereits dickere Knollen. Das Vorkeimen kann im Gewächshaus oder auf der Fensterbank bei ca. 15 Grad Celsius erfolgen, die Keime werden dadurch grün und dick und brechen beim Pflanzen nicht so leicht ab. Das Halbieren von größeren Kartoffeln um die Augen herum sollte rechtzeitig vor dem Keimen bei 10 Grad Celsius durchgeführt werden, damit die Wunde verkorkt und geschützt ist.


Pflanzung

Zum Pflanzen brauchen die Kartoffeln im Frühjahr (Ende März bis Anfang Mai) einen abgetrockneten und lockeren Boden mit einer Temperatur von mindestens 7 Grad Celsius für vorgekeimte und 10 Grad Celsius für nicht vorgekeimte Kartoffeln. Pflanzen Sie die Kartoffeln in einer Reihe etwa 7 cm tief und mit einem Abstand von 25-40 cm mit dem Keim nach oben. Der Abstand der Reihen sollte zwischen 60 und 75 cm liegen.


Pflege

Häufeln Sie später, je nach Entwicklung, die Kartoffeln mehrmals mit etwas Erde an, um die Tochterknollen vor dem Sonnenlicht zu schützen. Gleichzeitig werden die wild lebenden Ackerkräuter unterdrückt, was Sie aber nach Bedarf mit der Handhacke unterstützten sollten. Die Kartoffel braucht zum Wachsen, vor allem zur Blüte, ausreichend Wasser im Boden. Gießen Sie also bei einem trockenen Standort die Pflanze ausreichend. In der Vegetation bekommen die Kartoffeln oftmals bei der Abreife die Krautfäule (Phytophthora infestans). Dieser Erreger ist sehr wandlungsfähig und schon unempfindlich gegen einige Fungizide. Die Krautfäule bleibt nach 160 Jahren Forschung noch immer die wichtigste Kartoffelkrankheit. Im biologischen Anbau gibt es verschiedene Präparate gegen die Krautfäule, welche aber in der Wirkung umstritten sind. Am wirksamsten ist daher das Vorkeimen, ganz ohne Präparate.

Lagerung

Kühlschrank, Keller oder Speisekammer - wohin mit den leckeren Knollen, die frisch geerntet worden sind? Wenn die Bedingungen optimal sind, lassen sich die Knollen sogar über Monate einkellern. Unsere Tipps für die richtige Lagerung...

Lagerung


Kartoffeln lieben es kühl und dunkel. Sie dürfen weder dem Tageslicht noch dem ständigen Licht einer Lampe ausgesetzt sein. Bekommen die Kartoffeln zu viel Licht, werden sie grün und bilden in diesen Stellen das giftige Solanin. Doch selbst diese Kartoffeln können noch in der Küche verwendet werden - schneiden Sie aber bitte die grünen Stellen sorgfältig weg. Für die richtige Lagerung der Kartoffeln eignet sich ein Raum, der das ganze Jahr über trocken, dunkel und kühl bleibt. Damit die Kartoffeln nicht vorzeitig keimen, sollten sie bei einer Temperatur von 4-6 Grad Celsius gelagert werden. Viele Keller in modernen Häusern sind isoliert und für die Lagerung von Kartoffeln daher einfach zu warm. Wer jedoch noch über einen alten Keller mit gestampftem Lehmboden verfügt, bietet Kartoffeln optimale Bedingungen. Kartoffeln können einfach in einer Holzkiste gelagert werden. Damit sie im Dunkeln bleiben, sollten sie mit einem Jutesack oder Stroh luftig abgedeckt werden. Wer kleinere Mengen Kartoffeln korrekt lagern möchte, kann das auch in der Garage, der Speisekammer oder dem Gemüsefach im Kühlschrank machen. Liegen jedoch die Temperaturen in Speisekammer oder Garage über den von den Kartoffeln bevorzugten 4-6 Grad Celsius, fangen sie oft bereits nach ein bis zwei Monaten an zu keimen. Dort sollten Sie also nur so viele Kartoffeln lagern, wie Sie in dieser Zeit verbrauchen können. Kontrollieren Sie die gelagerten Kartoffeln regelmäßig, so dass Sie faule Knollen frühzeitig entdecken und entfernen können. Dann bleiben die anderen Kartoffeln länger gesund.



Anbau


Vorbereitung des Bodens

Die Kartoffeln lieben einen lockeren, abgetrockneten und warmen Boden, also einen Sandboden bis sandigen Lehmboden. Torfige Böden sind auch geeignet, wenn das Wasser absickern kann. Reine Lehmböden sind problematischer, können aber durch eine Herbstfurche oder durch umgraben im Herbst mit Hilfe der Frostgare kartoffeltauglich gemacht werden. Pflanzen Sie frühestens nach 4 Jahren auf dem selben Standort wieder Kartoffeln an, um bodenbürtigen Krankheiten vorzubeugen.


Düngung

Die Kartoffel ist ein Mittel- bis Starkzehrer. Sie braucht also einen nährstoffreichen Boden, reagiert aber empfindlich auf Überdüngung, welche die Krankheitsanfälligkeit, die Lagerung und den Geschmack beeinflusst. Arbeiten Sie Kompost oder Stallmist am besten im Jahr vorher oder stark verrottet im Frühjahr in den Boden ein. Eine Kalkung ist nicht zu empfehlen, denn die Kartoffeln lieben einen leicht sauren Boden. Säen Sie im Sommer oder im Herbst vorher eine Gründüngung in Form von Leguminosen (Stickstoffsammler) wie Klee, Bohnen, Erbsen, Wicken oder Lupinen, gemischt mit z.B. Ölrettich, auf der Fläche aus. Sie frieren dann im Winter ab und können im Frühjahr in den Boden eingearbeitet werden. Sie reichern den Boden mit Stickstoff an, transportieren aus unteren Bodenschichten Nährstoffe nach oben und sorgen für einen lockeren, erosionsgeschützten Boden.


Vorkeimung

Keimen Sie die Pflanzkartoffeln ca. 4 Wochen vor dem Pflanzen vor. Dadurch erhalten die Kartoffeln einen Vegetationsvorsprung von ca. 2 Wochen und haben somit beim Einsetzen der Krautfäule bereits dickere Knollen. Das Vorkeimen kann im Gewächshaus oder auf der Fensterbank bei ca. 15 Grad Celsius erfolgen, die Keime werden dadurch grün und dick und brechen beim Pflanzen nicht so leicht ab. Das Halbieren von größeren Kartoffeln um die Augen herum sollte rechtzeitig vor dem Keimen bei 10 Grad Celsius durchgeführt werden, damit die Wunde verkorkt und geschützt ist.


Pflanzung

Zum Pflanzen brauchen die Kartoffeln im Frühjahr (Ende März bis Anfang Mai) einen abgetrockneten und lockeren Boden mit einer Temperatur von mindestens 7 Grad Celsius für vorgekeimte und 10 Grad Celsius für nicht vorgekeimte Kartoffeln. Pflanzen Sie die Kartoffeln in einer Reihe etwa 7 cm tief und mit einem Abstand von 25-40 cm mit dem Keim nach oben. Der Abstand der Reihen sollte zwischen 60 und 75 cm liegen.


Pflege

Häufeln Sie später, je nach Entwicklung, die Kartoffeln mehrmals mit etwas Erde an, um die Tochterknollen vor dem Sonnenlicht zu schützen. Gleichzeitig werden die wild lebenden Ackerkräuter unterdrückt, was Sie aber nach Bedarf mit der Handhacke unterstützten sollten. Die Kartoffel braucht zum Wachsen, vor allem zur Blüte, ausreichend Wasser im Boden. Gießen Sie also bei einem trockenen Standort die Pflanze ausreichend. In der Vegetation bekommen die Kartoffeln oftmals bei der Abreife die Krautfäule (Phytophthora infestans). Dieser Erreger ist sehr wandlungsfähig und schon unempfindlich gegen einige Fungizide. Die Krautfäule bleibt nach 160 Jahren Forschung noch immer die wichtigste Kartoffelkrankheit. Im biologischen Anbau gibt es verschiedene Präparate gegen die Krautfäule, welche aber in der Wirkung umstritten sind. Am wirksamsten ist daher das Vorkeimen, ganz ohne Präparate.

Lagerung


Kartoffeln lieben es kühl und dunkel. Sie dürfen weder dem Tageslicht noch dem ständigen Licht einer Lampe ausgesetzt sein. Bekommen die Kartoffeln zu viel Licht, werden sie grün und bilden in diesen Stellen das giftige Solanin. Doch selbst diese Kartoffeln können noch in der Küche verwendet werden - schneiden Sie aber bitte die grünen Stellen sorgfältig weg. Für die richtige Lagerung der Kartoffeln eignet sich ein Raum, der das ganze Jahr über trocken, dunkel und kühl bleibt. Damit die Kartoffeln nicht vorzeitig keimen, sollten sie bei einer Temperatur von 4-6 Grad Celsius gelagert werden. Viele Keller in modernen Häusern sind isoliert und für die Lagerung von Kartoffeln daher einfach zu warm. Wer jedoch noch über einen alten Keller mit gestampftem Lehmboden verfügt, bietet Kartoffeln optimale Bedingungen. Kartoffeln können einfach in einer Holzkiste gelagert werden. Damit sie im Dunkeln bleiben, sollten sie mit einem Jutesack oder Stroh luftig abgedeckt werden. Wer kleinere Mengen Kartoffeln korrekt lagern möchte, kann das auch in der Garage, der Speisekammer oder dem Gemüsefach im Kühlschrank machen. Liegen jedoch die Temperaturen in Speisekammer oder Garage über den von den Kartoffeln bevorzugten 4-6 Grad Celsius, fangen sie oft bereits nach ein bis zwei Monaten an zu keimen. Dort sollten Sie also nur so viele Kartoffeln lagern, wie Sie in dieser Zeit verbrauchen können. Kontrollieren Sie die gelagerten Kartoffeln regelmäßig, so dass Sie faule Knollen frühzeitig entdecken und entfernen können. Dann bleiben die anderen Kartoffeln länger gesund.




" Aus dem eigenen Garten schmeckt es immer noch am besten "
Leitfaden des Hobbygärtners

Diese Sorten erhalten Sie als Pflanzkartoffeln bei uns. In unserem Onlineshop warten weitere Sorten auf Sie.

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Folgt in Kürze!

Schädlinge

Eine Reihe von Schädlingen und Virosen machen den Kartoffeln zu schaffen. Dazu zählen zum Beispiel Kartoffelkäfer, Blattläuse, Drahtwürmer und Nematoden. Auch im ökologischen Anbau können durch vorbeugende Maßnahmen und Bekämpfung die Schaderreger eingedämmt werden.

Schädlinge


Kartoffelkäfer

Der Kartoffelkäfer ist etwa 10 bis 12 mm lang und deutlich an seinen schwarz - gelben Streifen zu erkennen. Er überwintert von September bis Mai tief im Boden. Kurz nach dem Auflaufen der Kartoffel im Mai beginnt die Paarungszeit. Das Weibchen legt zwischen 200 und 600 Eier in Gelegen von ca. 20 Stück an der Blattunterseite ab. Nach acht Tagen schlüpfen die orangeroten und ca. 12 mm langen Larven. Käfer und Larve beschädigen das Blattwerk durch enorme Fraßschäden.

Bei Massenauftreten sind sie imstande, in kürzester Zeit die gesamte Pflanze kahl zu fressen. Nach dreimaliger Häutung verpuppt sich die Larve im Boden und kommt als fertiger Käfer wieder hervor. Normalerweise gibt es in Europa nur eine Generation pro Jahr. In langen heißen Sommern kann aber auch eine zweite Käfergeneration auftreten. Ein früher, feuchter Herbst und ein kalter Winter fördern den Befall.


Wie vorbeugen?


  • Achten Sie auf die Fruchtfolge: Halten Sie großen Abstand zu Schlägen mit Kartoffeln als Vorfrucht.

  • Sortenwahl und Vorkeimen: Damit erhalten die Kartoffeln einen Entwicklungsvorsprung zum Käfer.

  • Population verhindern: Sammeln Sie bereits im Vorjahr die Kartoffelkäfer ab.

  • Ackerhygiene: Verhindern Sie den Durchwuchs von Kartoffeln, in dem Sie bei der Ernte alle Kartoffeln aus der Erde holen.

Bekämpfung

Wenn mehr als 10 Larven pro Staude gezählt werden oder die Blattverluste über 20% liegen, wird eine Regulierungsmaßnahme nötig. Im Gartenbereich können die Käfer einfach abgesammelt werden. Die Anwendung von natürlichen Pflanzenschutzmitteln ist im ökologischen Landbau sehr kostspielig, daher verzichten wir auch auf diese.


Krankheiten

Bei der Kartoffel tritt eine Vielzahl von Krankheiten an den unterschiedlichsten Organen der Pflanze in einer Mannigfaltigkeit auf, wie bei keiner anderen Pflanze. Grundvoraussetzung ist gesundes Pflanzgut. Damit minimieren sie den Krankheitsbefall erheblich.

Krankheiten


Kraut- und Knollenfäule

Ein massives Auftreten der Krautfäule in den Jahren 1845 bis 1849, führte zu erheblichen Ertragsausfällen in Irland. Eine grausame Hungersnot in Europa war die Folge. Auch heute ist die Krautfäule noch das größte Risiko im ökologischen Kartoffelanbau. Wir Landwirte werden in jedem Jahr mehr oder weniger stark mit der Krautfäule konfrontiert.

Der Pilz "Phytophtora infestans" kann sich optimal bei über 90% relative Luftfeuchte und Temperaturen um 18 °C sehr schnell vermehren und im Bestand ausbreiten. Dieser Pilz bringt die Kartoffelpflanze vorzeitig zum Absterben, was zu Ertragseinbußen führt. Je nach Witterung dauert es vom ersten Befall bis zum Absterben zwischen 2 Wochen und 2 Monaten. Bei extrem ungünstiger Witterung kann die Pflanze innerhalb weniger Tage absterben. Ist eine Pflanze befallen kann bei trockener Witterung die Ausbreitung zum Stillstand kommen. Der Befall setzt sich allerdings bei feuchter Witterung fort. Durch Wind, Wassertropfen und teilweise auch Blattläuse werden die Sporen des Erregers verbreitet. Auch die Knollen können mit dem Pilz befallen werden. Dies führt zu deren Fäulnis.

In Deutschland treten die ersten Anzeichen für Fäulnis Anfang Juni bei Frühkartoffeln ein. Der Primärbefall tritt je nach Saison erst ab ca. Mitte Juli ein. Ist eine Pflanze von diesem Erreger betroffen, werden einige Blattspitzen braun. An den Stellen an denen die Tochterknollen nicht genügend mit Erde bedeckt sind, ist es möglich, dass der Pilz direkt oder auch durch den Stängel an die Knolle gelangt. Dies tritt aber nur sehr gering auf. Ein Anhäufeln der Kartoffelpflanzen wirkt also der Knollenfäule entgegen.

Das abgestorbene Kraut muss nicht entfernt werden, da der Pilz in der Regel nicht auf die Knolle übergeht. Wenn das Kartoffelkraut abstirbt, ist es nicht erforderlich die Kartoffeln frühzeitig zu ernten. Ein zu frühes ernten kann dazu führen, dass die infizierten Knollen im Lager die nicht infizierten Knollen anstecken. Es ist daher ratsam die infizierten Kartoffeln im Boden verfaulen zu lassen und später die guten und gesunden Knollen zu ernten.


Wie vorbeugen/bekämpfen?

Die verschiedenen Sorten sind unterschiedlich empfindlich. Achten Sie daher beim Kauf auf die Krautfäulempfindlichkeit. Wählen Sie möglichst wenig anfällige Sorten mit frühem Knollenansatz. Grundsätzlich gibt es weltweit keine Kraut- und Knollenfäule resistente Kartoffelsorte. In unserer Neuzucht arbeiten wir stets daran resistentere Kartoffelsorten zu ziehen. Die beste Methode gegen die Krautfäule vorzugehen, ist es die Kartoffeln rechtzeitig vor dem Setzen am Licht vorzukeimen. Licht führt dazu, dass der Keim kurz und dick bleibt. Beim Pflanzen brechen die Keime dann nicht so schnell ab.

Durch das Vorkeimen wird die Vegetation der Knollen vorgezogen. Wenn dann der Kraut- und Knollenfäule-Pilz kommt, sind die Tochterknollen größer als wenn die Kartoffeln nicht vorgekeimt wären. Die Kartoffeln sollten möglichst früh bei trockenem und frostfreiem Wetter gepflanzt werden. Für den Öko-Anbau zugelassene Mittel gegen Kraut- und Knollenfäule können bei Bioland erfragt werden.

Um einen Totalausfall vorzubeugen, pflanzen Sie verschiedene Sorten. Denn vielfältige Sorten kommen unterschiedlich mit den Schaderregern zurecht. Obwohl es mehrere Jahrtausende Erfahrungen im Kartoffelanbau gibt, wurde dies bekanntlicher Weise 1845 in Irland zum Verhängnis.

Schädlinge


Kartoffelkäfer

Der Kartoffelkäfer ist etwa 10 bis 12 mm lang und deutlich an seinen schwarz - gelben Streifen zu erkennen. Er überwintert von September bis Mai tief im Boden. Kurz nach dem Auflaufen der Kartoffel im Mai beginnt die Paarungszeit. Das Weibchen legt zwischen 200 und 600 Eier in Gelegen von ca. 20 Stück an der Blattunterseite ab. Nach acht Tagen schlüpfen die orangeroten und ca. 12 mm langen Larven. Käfer und Larve beschädigen das Blattwerk durch enorme Fraßschäden.

Bei Massenauftreten sind sie imstande, in kürzester Zeit die gesamte Pflanze kahl zu fressen. Nach dreimaliger Häutung verpuppt sich die Larve im Boden und kommt als fertiger Käfer wieder hervor. Normalerweise gibt es in Europa nur eine Generation pro Jahr. In langen heißen Sommern kann aber auch eine zweite Käfergeneration auftreten. Ein früher, feuchter Herbst und ein kalter Winter fördern den Befall.


Wie vorbeugen?


  • Achten Sie auf die Fruchtfolge: Halten Sie großen Abstand zu Schlägen mit Kartoffeln als Vorfrucht.

  • Sortenwahl und Vorkeimen: Damit erhalten die Kartoffeln einen Entwicklungsvorsprung zum Käfer.

  • Population verhindern: Sammeln Sie bereits im Vorjahr die Kartoffelkäfer ab.

  • Ackerhygiene: Verhindern Sie den Durchwuchs von Kartoffeln, in dem Sie bei der Ernte alle Kartoffeln aus der Erde holen.

Bekämpfung

Wenn mehr als 10 Larven pro Staude gezählt werden oder die Blattverluste über 20% liegen, wird eine Regulierungsmaßnahme nötig. Im Gartenbereich können die Käfer einfach abgesammelt werden. Die Anwendung von natürlichen Pflanzenschutzmitteln ist im ökologischen Landbau sehr kostspielig, daher verzichten wir auch auf diese.


Krankheiten


Kraut- und Knollenfäule

Ein massives Auftreten der Krautfäule in den Jahren 1845 bis 1849, führte zu erheblichen Ertragsausfällen in Irland. Eine grausame Hungersnot in Europa war die Folge. Auch heute ist die Krautfäule noch das größte Risiko im ökologischen Kartoffelanbau. Wir Landwirte werden in jedem Jahr mehr oder weniger stark mit der Krautfäule konfrontiert.

Der Pilz "Phytophtora infestans" kann sich optimal bei über 90% relative Luftfeuchte und Temperaturen um 18 °C sehr schnell vermehren und im Bestand ausbreiten. Dieser Pilz bringt die Kartoffelpflanze vorzeitig zum Absterben, was zu Ertragseinbußen führt. Je nach Witterung dauert es vom ersten Befall bis zum Absterben zwischen 2 Wochen und 2 Monaten. Bei extrem ungünstiger Witterung kann die Pflanze innerhalb weniger Tage absterben. Ist eine Pflanze befallen kann bei trockener Witterung die Ausbreitung zum Stillstand kommen. Der Befall setzt sich allerdings bei feuchter Witterung fort. Durch Wind, Wassertropfen und teilweise auch Blattläuse werden die Sporen des Erregers verbreitet. Auch die Knollen können mit dem Pilz befallen werden. Dies führt zu deren Fäulnis.

In Deutschland treten die ersten Anzeichen für Fäulnis Anfang Juni bei Frühkartoffeln ein. Der Primärbefall tritt je nach Saison erst ab ca. Mitte Juli ein. Ist eine Pflanze von diesem Erreger betroffen, werden einige Blattspitzen braun. An den Stellen an denen die Tochterknollen nicht genügend mit Erde bedeckt sind, ist es möglich, dass der Pilz direkt oder auch durch den Stängel an die Knolle gelangt. Dies tritt aber nur sehr gering auf. Ein Anhäufeln der Kartoffelpflanzen wirkt also der Knollenfäule entgegen.

Das abgestorbene Kraut muss nicht entfernt werden, da der Pilz in der Regel nicht auf die Knolle übergeht. Wenn das Kartoffelkraut abstirbt, ist es nicht erforderlich die Kartoffeln frühzeitig zu ernten. Ein zu frühes ernten kann dazu führen, dass die infizierten Knollen im Lager die nicht infizierten Knollen anstecken. Es ist daher ratsam die infizierten Kartoffeln im Boden verfaulen zu lassen und später die guten und gesunden Knollen zu ernten.


Wie vorbeugen/bekämpfen?

Die verschiedenen Sorten sind unterschiedlich empfindlich. Achten Sie daher beim Kauf auf die Krautfäulempfindlichkeit. Wählen Sie möglichst wenig anfällige Sorten mit frühem Knollenansatz. Grundsätzlich gibt es weltweit keine Kraut- und Knollenfäule resistente Kartoffelsorte. In unserer Neuzucht arbeiten wir stets daran resistentere Kartoffelsorten zu ziehen. Die beste Methode gegen die Krautfäule vorzugehen, ist es die Kartoffeln rechtzeitig vor dem Setzen am Licht vorzukeimen. Licht führt dazu, dass der Keim kurz und dick bleibt. Beim Pflanzen brechen die Keime dann nicht so schnell ab.

Durch das Vorkeimen wird die Vegetation der Knollen vorgezogen. Wenn dann der Kraut- und Knollenfäule-Pilz kommt, sind die Tochterknollen größer als wenn die Kartoffeln nicht vorgekeimt wären. Die Kartoffeln sollten möglichst früh bei trockenem und frostfreiem Wetter gepflanzt werden. Für den Öko-Anbau zugelassene Mittel gegen Kraut- und Knollenfäule können bei Bioland erfragt werden.

Um einen Totalausfall vorzubeugen, pflanzen Sie verschiedene Sorten. Denn vielfältige Sorten kommen unterschiedlich mit den Schaderregern zurecht. Obwohl es mehrere Jahrtausende Erfahrungen im Kartoffelanbau gibt, wurde dies bekanntlicher Weise 1845 in Irland zum Verhängnis.

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