Bio kaufen und Energie sparen

Bio kaufen spart Energie und der eigene Garten noch mehr.

Die Energiekrise ist in aller Munde. Sie wird uns in Deutschland und darüber hinaus voraussichtlich noch eine ganze Weile beschäftigen. Ein Aspekt, der im Zusammenhang mit Energieverbrauch oft unerwähnt bleibt, ist die Landwirtschaft. Hier lassen sich durch ökologischen Landbau erhebliche Mengen an Energie einsparen. Noch mehr können Sie ganz persönlich tun, indem Sie Kartoffeln, Gemüse und Obst selber anbauen.


Energiefresser Stickstoffdünger

Pflanzen in der konventionellen Landwirtschaft decken ihren Nährstoffbedarf primär mit künstlich produzierten Düngemitteln. An erster Stelle stehen Stickstoffdünger, die im Haber-Bosch -Verfahren durch die Ammoniak-Synthese hergestellt werden. Der Bedarf an Stickstoff ist mit durchschnittlich 188 kg pro Hektar enorm und die Düngerproduktion verschlingt große Mengen an Energie. Bis zu 3 % des globalen Energiebedarfs entfallen allein auf die Synthese von Ammoniak - Von diesem Anteil beansprucht die Landwirtschaft 80 %.


Alternative Leguminosen

In der ökologischen Landwirtschaft kommen mineralische Dünger wie Stickstoffdünger und andere Kunstdünger nicht zum Einsatz. Sie werden ersetzt durch Gründüngung mit Leguminosen. Diese bilden eine artenreiche Familie innerhalb der Schmetterlingsblütler und sind auch als Hülsenfrüchtler bekannt. Zu den Hülsenfrüchtlern gehören zum Beispiel Lupinen, Erbsen, Ackerbohnen und Klee. Leguminosen erhöhen außerdem den Humusgehalt im Boden und liefern Futtermittel für Nutztiere sowie Lebensmittel für Menschen.


Kurze Transportwege reduzieren Bedarf an Energie weiter.

Bei Düngern, Futtermitteln und auch bei den Erzeugnissen der konventionellen Landwirtschaft handelt es sich oft um Importprodukte, die über tausende Kilometer nach Deutschland gebracht werden. Der Transport verschlingt bedeutende Mengen an Energie, die im regionalen Ökolandbau mit seinen kürzeren Versorgungsketten nicht verbraucht wird. Lange Transportwege vergrößern außerdem den CO2-Abdruck und sind damit klimaschädlich. Ein Großteil des eingesetzten Düngers im Bio-Anbau stammt von den eigenen Flächen und Tieren. Hier entfallen die langen Transportwege und reduziert zudem die Abhängigkeit von großen Konzernen.


Noch mehr Energie mit dem eigenen Garten sparen

Wenn schon der ökologische Landbau der konventionellen Landwirtschaft in den Punkten Energieverbrauch und Klimafreundlichkeit überlegen ist, so gilt das in noch stärkerem Maße für den Anbau von Obst und Gemüse im eigenen Garten. Alternative Methoden wie die Gründüngung stehen Ihnen hier natürlich ebenso zur Verfügung.

Durch Anlage eines Komposts reduzieren Sie außerdem Ihren Biomüll vom Kaffeesatz bis zum Mist von Kleintieren und entlasten sowohl die Müllabfuhr als auch den Geldbeutel. Die einzige Energie für den Transport besteht in ein paar Kalorien, die Sie selber verbrauchen, wenn Sie ihre selbstgezogenen Schätze des Gartens ernten. Natürlich entlasten Sie durch den Anbau noch einmal das Portemonnaie. Schließlich müssen Sie nur Saatgut kaufen.


Welches Obst und Gemüse anbauen?

Welches Obst und Gemüse Sie anbauen, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Kartoffeln sollten aus unserer Sicht im Mix allerdings nicht fehlen. Zum einen ist der Anbau sehr einfach und gelingt in der Regel auch Anfängern ohne Probleme. Zum anderen gehören Kartoffeln zu den Grundnahrungsmitteln, die rein mengenmäßig einen erheblichen Beitrag zu einer gesunden Ernährung leisten können. Nicht zuletzt bieten sich Kartoffeln durch ihre sehr gute Lagerfähigkeit an.

Während Sie das meiste Obst und Gemüse bei längerer Aufbewahrung einfrieren und dafür wieder Energie verbrauchen müssen, trifft das auf Kartoffeln nicht zu. An einem luftigen, kühlen und trockenen Lagerort halten sich Kartoffeln problemlos mehrere Monate. Eine große Auswahl an hochwertigen Pflanzkartoffeln in Bio-Qualität finden Sie bei uns im Sortiment. Bei uns gibt es auch alte, seltene und schmackhafte Sorten zu entdecken, die Sie im Supermarkt um die Ecke vergeblich suchen. Bestellen Sie bereits jetzt Ihre Pflanzkartoffeln für das kommende Frühjahr vor, denn einige exotische Sorten sind knapp!

vom: 30.09.2022

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